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8 Oktober 2012 | Von Hikeandbike

Mont Blanc: Auf das Dach der Alpen

Der Mont Blanc in Frankreich ist der höchste Berg Europas. Hier erfahrt Ihr von den Outdoor-Profis von Hikeandbike, wie man ihn bezwingt.


Panorama vom Mont Blanc (© Bild: Hike + Bike)
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  • Panorama vom Mont Blanc (© Bild: Hike + Bike)
  • Blick in Richtung Gipfel (© Bild: Hike + Bike)
  • Zwei Rucksäcke auf einem Schneehang (© Bild: Hike + Bike)
  • Equipmentcheck (© Bild: Hike + Bike)
  • Aufbruch zum Gipfel (© Bild: Hike + Bike)
  • Die zwei Kletterer freuen sich am Gipfel (© Bild: Hike + Bike)
  • Zwei Kletterer grüßen mit einem Plakat (© Bild: Hike + Bike)
  • Das Mont-Blanc-Panorama (© Bild: Hike + Bike)
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Geschafft! Was für eine Aussicht!

Die Macher von Hikeandbike sind richtige Outdoor-Freaks. Kaum ein Terrain ist ihnen zu anspruchsvoll, zu groß ist der Reiz der Herausforderung und der Belohnung. Diesmal schilden sie Euch, wie man am geschicktesten den höchsten Berg Europas besteigt: Den Mont Blanc.

Allgemeines

Der Mont Blanc ist der höchste Gipfel der Alpen und der zweithöchste Berg Europas. Sein Normalweg führt über die Westseite auf den vergletscherten Gipfel. Für die Besteigung des Mont Blanc ist ein gewisses bergsteigerisches Können und eine entsprechende Kondition notwendig, denn am Gipfeltag ist mit einer Gesamtgehzeit von rund zwölf Stunden zu rechnen.

Was sollte man bei der Besteigung auf den Mont Blanc noch beachten?

Die Besteigung des Montblanc ist für Anfänger nicht geeignet. Aufgrund der Höhe ist eine entsprechende Höhenanpassung vorab notwendig. Professionelle Bergschulen bieten entsprechende Akklimatisierungswochen oft als Paket an. Kälte und starker Wind können die Besteigung erschweren oder sogar unmöglich machen. Die Temperaturunterschiede sind teilweise extrem: Im Tal von Chamonix können im Sommer bis zu 30 Grad Celsius sein, am Montblancgipfel auf nahezu 5000 Meter Höhe bei Wind bis zu -15 Grad Celsius oder mehr. Bei aller Vorsicht und Umsichtigkeit besteht immer ein gewisses bergsteigerisches Risiko wie Steinschlag, Eisschlag, Wettersturz, Kälte oder Sturm.

Voraussetzungen “Anspruchsvolle Hochtouren”

Allgemeines:
Tourenerfahrung auf Hochtouren wird vorausgesetzt.

Kondition: Die Aufstiege mit bis zu 1600 Höhenmetern dauern fünf bis sieben Stunden, hinzu kommt der Abstieg.

Technik: Gletschertouren, sicheres Steigeisengehen im Firn und Eis (Vertikal- und Frontalzackentechnik bis ca. 50 Grad), Klettern im 2. oder 3. Grad im Aufstieg und im Abstieg. Empfohlene Ausbildungskurse: Grundkurs Eis oder Viertausendertraining.

Routenbeschreibung Normalweg

Der Normalweg ist, wenn man ihn denn überhaupt als ‘normal’ bezeichnen darf, der leichteste und technisch einfachste Weg auf den Mont Blanc.

Talort:Chamonix 1040m

Ausgangsort:Le Houches, ungefähr zehn Minuten Fahrtzeit von Chamonix

Aufstieg: Seilbahn von Le Houches, weiter mit der Zahnradbahn zum Ausgangspunkt Le Nid d´Aigle (2372 Meter). Aufstieg zur Goûter Hütte (3817 Meter, ca. 4,5 Std.). Unterhalb der Goûter Hütte quert man eine sehr gefährliche Rinne, die oft von Steinschlag bedroht ist. Der weitere Aufstieg zur Hütte führt über einen bezeichneten Steig, der teilweise mit Stahlseilen ausgestattet ist. Für den Hüttenaufstieg sollte man unbedingt einen Helm tragen.
Früh morgens beginnt der Gletscheraufstieg von der Hütte über den Dôme du Gôuter (4304 Meter) und folgt weiter bis zur Notunterkunft Vallot (4362 Meter, Notruftelefon). Ab der Biwakschachtel Vallot folgt der Weg über den ausgesetzten Bossesgrat zum Gipfel auf 4807 Metern Höhe in etwa fünf bis sechs Stunden.

Abstieg: Der Abstieg erfolgt auf dem gleichen Weg wie der Aufstieg. Bis zur Zahnradbahn Le Nid d´Aigle ist für den Abstieg eine Gesamtzeit von mindestens sechs Stunden einzuplanen.

Der Aufstieg über den Normalweg

Von Les Houches bei Chamonix fährt man mit der Kabinenbahn hinauf nach Bellevue auf 1790 Meter, der Station der Montblanc-Zahnradbahn. Dies ist zweifelsohne der angenehmste Part der Besteigung. Natürlich gibt es die Möglichkeit, auch diese circa 600 Höhenmeter selbst zu Fuß zurück zu legen – wenn die Seilbahn den eigenen Bergsteigerprinzipien widerspricht. Von Bellevue steigt man in die Zahnradbahn die zur derzeitigen Endstation Nid d’Aigle auf 2372 Meter führt. In der Mittelstation ist aber wegen Bauarbeiten (2012) derzeit Schluss mit Bahnfahren – von hier folgt man den Gleisen der Zahnradbahn entlang bis zur Endstation. Ab hier führt ein problemloser Weg zur Tête-Rousse-Hütte auf 3167 Meter, eine schöne Hütte mit tollem Panoramablick zum Übernachten. Die Höhe eignet sich für den Ausgangspunkt für den Aufstieg, zudem ist es sinnvoller die heikle Querung des „Todes-Couloirs“ in der Früh zu machen. (Aufstiegszeiten: Bellevue-Nid d’Aigle 2 Std.; Nid d’Aigle – Refuge de Tête Rousse ca. 2½ Std.)

Nach dem Frühstück um halb zwei geht’s los! Erst jetzt beginnt das eigentliche Bergsteigen und dieser Abschnitt ist wohl der heikelste der gesamten Mont-Blanc-Tour. Zuerst ist die Querung des Grand Couloir zu bewältigen: Fast ununterbrochen donnern hier Steine verschiedener Größe herab und es gibt oft schwere Unfälle (unbedingt Helm aufsetzen!). Danach geht es über eine Felskante steil hoch. In den steilsten und ausgesetztesten Passagen sind immer wieder Stahlseile fixiert, sodass man mit einer Selbstsicherung alleine recht gut vorankommt. Ganz oben, an der Felskante, glitzert das Blech der Goûter Hütte. Die offizielle Kapazität der Hütte birgt etwa 120 Plätze, in der Regel sind es aber weniger.

Die Windverhältnisse beim Aufstieg Richtung Dôme waren nicht gerade ideal – bis zu 50 – 70 Kilometer pro Stunde waren angesagt. Am Dôme du Goûter wird es flach und zum ersten Mal kann man die mächtige eisgepanzerte Kuppe des Mont Blanc erblicken. Kurz nach dem ersten Aufstieg kommt man zum Vallot Biwak auf 4350 Metern, wo eine letzte Rast sinnvoll ist. Von hier wird die Tour anspruchsvoller: Das Gelände wird steil und man muss immer wieder kurze, teils ausgesetzte Gratpassagen überwinden. Ganz oben, auf der letzten scharfen und luftigen Schneide, kam starker Wind auf, der aber keine Schwierigkeiten bereitete. Oben angekommen, gibt es wegen der Kälte für die Meisten nur ein eiliges „Berg heil“. Für die Fotografen aber heißt es noch fünf bis zehn Minuten aushalten, ehe dann das faszinierende Schauspiel des Sonnenaufganges vom Dach der Alpen beginnt!

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