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Der kletternde Physio
Hajo Friedrich vereint zwei Leidenschaften und setzt sie erfolgreich um. Er ist Physiotherapeut und staatlich geprüfter Berg- und Skiführer und einer der Wegbereiter des therapeutischen Kletterns. Seit mehr als 15 Jahren arbeitet er mit Erfolg daran, diese Therapieform in Deutschland zu etablieren.
Der ehemalige Wettkampfkletterer lebt mit seiner Familie in Ramsau bei Berchtesgarden und betreut zusammen mit seiner Frau eine Praxis für Physiotherapie. Neben der Arbeit in der Praxis bietet Hajo zusammen mit dem DAV Fortbildungen im Bereich des therapeutischen Kletterns und
der Prävention im Klettersport an. Schon heute gilt das Fortbildungsinstitut als führender Ausbildungsstützpunkt europaweit.
"Scaramouche" in weniger als zehn Stunden
Ein Rückblick: Bereits mit sechs Jahren beginnt Hajo die Berge zu erkunden. Von Anfang an fasziniert ihn das Felsklettern und über die Jahre hinweg kommen weitere winterliche Aktivitäten wie Eisklettern und Skifahren dazu. Bereits mit 14 Jahren durchsteigt Hajo Friederich an der Westlichen Zinne die Cassin-Führe frei (8-). Mit gerade mal 17 Jahren begeht er die Route Le Minimum (10+) in Buoux/Südfrankreich rotpunkt, die damals mit 10+/11- bewertet wurde. 1990 und 1992 folgen Solobegehungen der Eiger Nordwand und der Matterhorn Nordwand.Gleichzeitig beginnt Hajo 1992 seine Ausbildung zum Physiotherapeuten und schließt diese 1994 mit dem Staatsexamen ab.
Durch die zunehmende alpine Erfahrung reift bei ihm der Entschluss, die Ausbildung zum Berg- und Skiführer anzugehen. Erfolgreich: Seit 2005 ist Hajo staatlich geprüfter Berg- und Skiführer und seit 2006 in Besitz seiner eigenen Physiotherapiepraxis und Bergschule. Dem Klettern bleibt Hajo trotz immenser Arbeit treu.
Klar, dass bei so viel Erfahrung und Funktion Erfolge nicht ausbleiben: Die Route der “Huberbuam“ „Scaramouche“ gilt als eine der alpenweit ersten Routen im X. Schwierigkeitsgrad. Hajo Friederich meistert sie in weniger als zehn Stunden. Am 16. September 2011 gelang ihm damit die vermutlich dritte Rotpunkt-Begehung der „Scaramouche“.

























