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22 Oktober 2012 | Von Bergzeit

Bouldern - Klettern wie Spiderman

Felsspalten, Überhänge, glatter Stein: Für geübte Boulderer gibt es kaum eine unmögliche Herausforderung. Es geht darum, jeden Fels zu bezwingen. Bergzeit erklärt die Faszination: Bouldern.


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Schwieriger kann ein Überhang kaum sein

Nach der allgemeingültigen Definition ist Bouldern das Klettern an Felsblöcken, Felswänden oder künstlichen Objekten in Absprunghöhe. Aufgrund der fehlenden Sicherung befindet man sich beim Bouldern in der Halle oder am Fels in der Regel in einer Höhe, die einem das Abspringen noch erlaubt. Bouldern hat sich seit den 80er und 90er Jahren zu einer Sportart entwickelt, die sich aus dem Wald in die Stadien, Arenen und Kletterhallen der großen Städte verlagert hat: Weltcups vor olympischen Kulissen wie beispielsweise in München und die Bemühungen großer Verbände und Vereine, Bouldern und Klettern olympisch werden zu lassen, sprechen für sich!

Bouldern - inzwischen fast überall!

Bouldern kann man überall dort, wo es Felsen gibt! Aber es geht auch in der Halle: Nahezu in jeder größeren Stadt findet sich inzwischen eine Boulderhalle und eine entsprechende Szene. Viele Neugierige haben das Bouldern mittlerweile für sich entdeckt: Die Halle eignet sich optimal als Einstieg in die Welt des Klettersports. Eine Boulderhalle bietet abhängig von ihrer Größe meist hunderte von Bouldern, also bekletterbare Linien auf Kunstwänden, die bis zu 4 Meter hoch sein können. Unter den Bouldern sind üblicherweise speziell sturzdämpfende Weichbodenmatten. Bouldern in der Halle ist entgegen vieler Meinungen mehr als nur Klettertraining - es hat sich zu einem eigenständigen Sport mit eigenem Lifestyle und natürlich auch einer eigenen Szene entwickelt.

Diese Entwicklung spiegelt sich in der stetig wachsenden Zahl der Bouldergebiete, Boulder- und Kletterhallen wider und zeichnet sich auch auf Sportmessen ab, wo inzwischen verschiedenste Hersteller Outdoorbekleidung für das Bouldern speziell für das Bouldern anbieten. Der Trend Bouldern hält seit vielen Jahren an und das hat seine Gründe: Bouldern kann eigentlich jeder, der Spaß an der Bewegung hat, man benötigt nur wenig Ausrüstung, um bouldern zu können und in der Halle lernt man schnell motivierte Gleichgesinnte kennen. Neben Kletterschuhen mit gut haftender Sohle, einer entsprechenden Boulder- beziehungsweise robusten Kletterhose, Chalk oder Magnesium (siehe dazu unsere Boulder Checkliste unten) braucht man nur ein bisschen Motivation, um die Boulderhalle oder sein Hausgebiet zu besuchen. Ambitionierte Boulderer, die meist in der Halle mit dem Bouldern angefangen haben, zieht es schnell in die Natur an natürliche Felsblöcke, wo ein Crashpad als Schutz vor Verletzungen bei Stürzen zum Einsatz kommt.

Bouldern als Faszination

Das Faszinierende und Fesselnde am Bouldern ist, dass man sich gezielt an knifflige Einzelstellen und Züge heranwagen und diese immer wieder probieren kann - man startet einfach von seinem Crashpad oder der Weichbodenmatte. Mit Einzelstellen sind komplexe Bewegungen gemeint, die von Griff zu Griff führen und in der Boulderhalle von einem Boulderschrauber bzw. einem Routenschrauber für die Besucher an die Kunstwand geschraubt werden. Diese herausfordernden Kreationen können auf einem Niveau für Anfänger oder auf dem Niveau für Profis geschraubt sein, die dem Aspiranten des jeweiligen Boulders neben einem gewissen Kraftaufwand auch komplexe, athletische und akrobatische Bewegungen abverlangen können! Jeder kann beim Bouldern selbst entscheiden, in welche Schwierigkeit er sich begibt! Ein Boulder hat meist nur wenige, dafür aber umso intensivere Züge, die man sich spielerisch erschließt. Die Boulder werden in den Hallen meist turnusmäßig umgeschraubt, so dass eigentlich immer eine Herausforderung in der jeweiligen Boulderhalle auf seine Begeher wartet. Noch dazu ist Bouldern wenig zeitintensiv, dadurch feierabendfreundlicher und zum Teil auch geselliger als andere Sportarten. In der Regel reichen 2 Stunden um mit müden Armen heimzukehren und sich auf den nächsten Besuch in der Halle oder draussen zu freuen!

Tipps für Neueinsteiger:

Mit Bouldern sollte man langsam anfangen, damit sich die Gelenke und die Muskulatur der Beanspruchung Stück für Stück an die Belastungen anpassen können. Gründliches Aufwärmen vor dem Bouldern schützt vor Verletzungen und allzu schwerem Muskelkater nach dem ersten Bouldertag!

Hier geht´s zum Online-Shop:

Kletterschuhe

Kletterhose

Chalkbeutel

Boulder Checkliste für Profis:

Bürste, Tape

Crashpad

Trainingszubehör

Daunenjacke

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