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Karneval nonstop - Cosplay, Cons und Co
Sie denken, niemand könnte sich schriller kleiden als Lady Gaga? Und es gäbe keine größeren Nerds als die Figuren der Sitcom "The Big Bang Theory"? Alles klar - dann waren Sie noch nie auf einer Comic Fair, einer Spielemesse, einer Science Fiction Con oder einem Manga-Event.
"Cosplay" heißt das Zauberwort. Der Trend kommt zwar aus Japan, der Begriff setzt sich aber aus zwei englischen Wörtern zusammen: "Costume" und "Play". Cosplayer kostümieren sich mit der Akribie eines Modedesigners im Stil des eigenen Lieblingshelden aus Comic, Film oder Videospiel. Je originalgetreuer das Ergebnis wirkt, desto größer selbstredend die Anerkennung unter Gleichgesinnten.
Beam me down, Scotty!
Richtig neu ist das Phänomen allerdings nicht: Auf sogenannten Cons (Abkürzung für Conventions) sind schon seit Jahrzehnten beispielsweise Star Trek-Fans unterwegs. Zwar finden sich auf diesen speziellen Events für Manga-Fans, Gamer, Rollenspieler, Science Fiction- und Fantasy-Liebhaber und Comic-Leser auch oft Prominente wie Schauspieler und Autoren, doch die eigentlichen Stars sind die Fans selbst. Mit viel Liebe zum Detail basteln sie an ihren spektakulären Outfits. So tummeln sich auf Cons und Cosplay-Events exotische Gestalten, für die jeder Maskenbildner in Hollywood einen Oscar bekäme und gegen die jedes Faschingsprinzenpaar ganz schön alt aussieht.
Kinderfasching - nur für Erwachsene
Warum das Ganze wesentlich cooler ist, als Sie jetzt vielleicht denken? Schauen Sie sich unsere Bildergalerie (oben) an! Sie werden zugeben müssen: Starken Frauen wie Catwoman, Supergirl und Lara Croft live zu begegnen, lässt keinen Mann kalt - selbst wenn er bis dato dachte, aus dem Alter für Comics, Superhelden und Science Fiction raus zu sein. Außerdem haben dank Cosplay und Cons Erwachsene nicht länger nur einmal im Jahr die Möglichkeit, sich nach Herzenslust zu verkleiden und in die Rolle eines Superhelden, Ritters, Roboters oder Raumfahrers zu schlüpfen, ohne von Passanten schief angesehen zu werden - die Verkleidungskünstler feiern das ganze Jahr über ihren Science Fiction- und Fantasy-Karneval!
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Es gibt wesentlich spektakulärere Cosplays, die auch noch dazu viel aufwendiger sind und hier überhaupt nicht aufgeführt werden, weil sie zu wenig Dekolleté zeigen. Ich rede hier z.B. von ganzen Ballkleidern mit ellenlanger Schleppe.
Verständlicherweise wurden in erster Linie Comic- bzw. Filmhelden genommen. Charaktere, die der großteil der Masse auch kennt. Und die sind auch alle sehr gut umgesetzt.
Aber trotzdem bin ich der Meinung, dass die Auswahl der Bilder eindeutig zu klein geraten ist und ein genaues, sehr trauriges Schema aufweist: Bei den Männern ist es wichtig, dass es protzig und/oder cool aussieht, bei den Frauen kommt es nur darauf an, wie viel Haut sie zeigen.
Ein guter erster Schritt die Cosplay-Szene in Deutschland mal ins rechte Licht zu rücken - aber leider immer noch viel zu oberflächlich.
Außerdem missfällt mir als Cosplayer der Titel des Artikels sehr stark. Denn das erste, was man einem hinterhergerufen wird, wenn man verkleidet durch die Straßen einer Stadt läuft, ist: "Na, ist schon wieder Karneval?"
Und nach dem zehnten Mal ist das dann auch schon nicht mehr lustig.



























