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Erstellt am: 13 September 2012 | Von mondaine.de

Problem Mobbing – So helfen Sie Ihrem Kind

Jedes zehnte Kind ist das Opfer von Mobbing in der Schule. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihr Kind schützen und gegen Mobbingattacken vorgehen können.


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Erleben zu müssen, dass das eigene Kind gemobbt wird, ist furchtbar. Schreiten Sie rechtzeitig ein, wenn Sie erste Warnsignale bemerken, z.B. wenn Ihr Kind auf einmal keine Lust mehr auf die Schule hat.

Dass Kinder sich streiten, ist normal. Wenn aber ein Kind von seinen Mitschülern permanent drangsaliert wird, spricht man von Mobbing. Während in der Grundschule "echte" Mobbingattacken eher selten sind, kommt es auf weiterführenden Schulen erschreckend oft zu Mobbing – ungefähr 500.000 Kinder und Jugendliche in Deutschland sind nach Angaben des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend betroffen. Sehen Sie darum nicht weg wenn Sie vermuten, dass Ihr Kind in der Schule Opfer von Mobbingattacken ist.

Wird mein Kind gemobbt?

Ihr Kind wird wohl kaum zu Ihnen kommen und Ihnen erzählen, dass es gemobbt wird. Denn meistens schämen sich Mobbingopfer so sehr, dass sie Angst davor haben, sich jemandem anzuvertrauen. Es gibt aber gewisse Anzeichen, an denen Sie erkennen können, dass Ihr Kind Ziel von Mobbingattacken ist. Wenn Ihr Kind zum Beispiel immer öfter über Kopf- oder Bauchschmerzen klagt oder nicht mehr allein zur Schule gehen will, kann das ein Zeichen dafür sein, dass etwas nicht stimmt. Auch wenn sich die schulischen Leistungen rapide verschlechtern oder Ihr Kind sogar mit Verletzungen nach Hause kommt, sollten Sie unbedingt das Gespräch suchen – mit Ihrem Kind und mit dem Klassenlehrer.

Was tun gegen Mobbing?


Das Allerwichtigste: Nehmen Sie Ihr Kind ernst und hören Sie ihm zu. Informieren Sie als Erstes den Klassenlehrer und verlangen Sie von ihm, etwas gegen die Mobbingattacken zu unternehmen. Auch beim Schulpsychologen oder Vertrauenslehrer finden Sie Hilfe. Bleiben Sie dabei immer sachlich: Nur so können Sie gemeinsam sinnvolle Strategien entwickeln, die Ihrem Kind aus der Mobbingfalle helfen.

Eltern sehen in einem Schulwechsel des Kindes oft den einzigen Ausweg aus der Mobbingfalle. Denken Sie aber daran, dass Ihr Kind durch die Mobbingattacken ohnehin schon starke Selbstzweifel hat. Außerdem muss es sich in der neuen Schule erst einmal beweisen und Kontakte knüpfen – mit einem angekratzten Selbstbewusstsein ist das alles andere als einfach. Experten raten daher, die Schule nur zu wechseln, wenn alle anderen Maßnahmen fruchtlos bleiben.

Übrigens: Gerade über soziale Netzwerke wie Facebook oder Twitter kommt es immer häufiger zu Mobbingattacken, dem sogenannten Cybermobbing. Klären Sie Ihr Kind frühzeitig über mögliche Gefahren im Netz auf, damit es einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Internet lernt.

Im "Kompass Erziehung", einem Angebot des "Serviceportals Familien-Wegweiser" des Bundesfamilienminsteriums (www.familien-wegweiser.de), finden Sie wertvolle Tipps von Experten, die Ihrem Kind helfen, aus der Mobbingfalle herauszukommen. 

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